Der günstigste Einstieg in den Motorflug!

Viele, die sich für die motorisierte Luftfahrt interessieren, finden die Ausbildung viel zu teuer. Deswegen möchte ich dir heute den günstigsten Weg zum Flugschein zeigen!

Falls du den letzten Beitrag zum Lizenzvergleich noch nicht gesehen hast, dann schau dort unbedingt vorbei, da das hier auf den Vergleich der Möglichkeiten zum Flugscheinerwerb aufbaut…

Es handelt sich in diesem Fall um die LAPL (A), die du mit ein paar Tricks so günstig wie eine SPL (A) erhalten kannst.

Die Kalkulation der Preise aus dem letzten Beitrag bezieht sich auf die Klassenberechtigung der SEP (=Single-Engine-Piston), also der Flugzeuge mit einem Kolbentriebwerk. Natürlich sind alle Zahlen nur als grobe Richtwerte zu betrachten.

Der günstigste Weg, um die LAPL (A) zu erhalten, ist nun aber nicht auf einer SEP, sondern einem TMG (=Touring-Motor-Glider).

Die Vorteile der LAPL-Ausbildung mit dieser Klassenberechtigung kannst du sehr gut mit den Vorteilen eines Vereins kombinieren! Du profitierst also nicht nur durch beispielsweise die niedrigeren Charterkosten eines Motorseglers, sondern auch durch die im Allgemeinen deutlich günstigeren Preise eines Vereins im Vergleich zur Flugschule. Schau dir zu diesem Thema auch gerne das Video zum Vergleich dieser beiden Einrichtungen an!

Der TMG wird von manchen auch als „Mofa der Lüfte“ betitelt, da er faktisch gesehen einen Kompromiss aus Segel- und Motorflugzeug darstellt. Aber welche Vorteile gibt es bei der Ausbildung auf einem Motorsegler?

Durch den recht sparsamen Verbrauch von 10-18 Litern/Stunde sind zum Beispiel Charterkosten deutlich geringer als bei anderen Flugzeugen. Resultierend aus der Kombination der Eigenschaften von Segel- und Motorflugzeug ist die Gleitrate (im Gegensatz zum Motorflugzeug) relativ gut.

Natürlich kannst du das Flugerlebnis nicht mit dem eines reinen Segelflugzeugs vergleichen. Allerdings ist es eben auch als Segelflugzeug nutzbar, was dir die Ausbildung in einem Segelflugverein ermöglicht. Außerdem ist der TMG langsamer in der Geschwindigkeit, wodurch dir das Erlernen natürlich erleichtert wird. Dazu kommt, dass es weniger Bedienelemente wie beispielsweise die Propellerverstellung gibt.

Der größte Vorteil aber ist die Flexibilität und Erweiterbarkeit. Du erwirbst zwar eine LAPL (A) auf einem TMG, kannst aber mit wenig Aufwand auf die SEP erweitern um dann auch z. B. Cessnas zu fliegen.

Um die Klassenberechtigung weiterhin ausführen zu dürfen, benötigst du mindestens 12 Flugstunden in 24 Monaten… Du kannst hier mit einem TMG die Klassenberechtigung für SEP dazu erhalten (andersherum natürlich auch), und außerdem mit wenig Mühe auch die SPL (A) erwerben. Mit den Stunden auf dem Motorsegler kannst du auch die Stunden für die Ultraleicht-Lizenz dazu erhalten!

Ein Upgrade auf die PPL (A) ist durch eine Differenz- und praktische Schulung ebenfalls möglich.

Übrigens kannst du eine PPL (A) auch auf einem Motorsegler machen. Hier soll es aber vorrangig um die günstigste Methode des Lizenzerwerbs gehen.

Wie bereits erwähnt, ist es sinnvoll und kostengünstiger, statt der Ausbildung in einer Flugschule den Verein zu wählen. Bedingt durch ehrenamtliche Lehrer fallen die Lizenzkosten deutlich unter die einer Flugschule. Des Weiteren besteht die Möglichkeit zur Preisvergünstigung (besonders der Charterkosten) durch Arbeitsstunden im Verein.

Ein weiterer Vorteil ist ganz klar das Vereinsleben, was dir den Einstieg in die Luftfahrt deutlich bereichert, da du viel Kontakt zu Gleichgesinnten hast.

Natürlich gibt es auch Nachteile, die LAPL (A) TMG im Verein zu machen.

  • Du brauchst mehr Zeit, hast ein langsameres Flugzeug (130-180 km/h gegen 180-300 km/h bei SEP; wobei das in meinen Augen kein Nachteil sein muss, da es das Lernen erleichtert) und eine beschränkte Zuladung.

Fazit: Wenn du deinen Flugschein so günstig wie möglich machen möchtest, etwas mehr Zeit mitbringst und vielleicht noch unentschlossen bist, wie es nach der Ausbildung weiter gehen soll, dann ist die Methode wie für dich gemacht. Du kannst mit der LAPL (A) TMG die Ultraleichtlizenz, die Erweiterung auf SEP sowie zur PPL (A) erlangen, du hast also eine sehr hohe Flexibilität zu geringeren Kosten! Außerdem ist das Vereinsleben ein toller Start in die Luftfahrt.

Wenn du natürlich Berufspilot werden oder einfach weltweit fliegen willst, dann macht die PPL (A) für dich eher Sinn.

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